Glossar
Topisches Peptid
Ein topisches Peptid ist eine kurze Aminosäurekette, die in ein Serum, eine Creme oder eine Kopfhautlösung formuliert und auf Haut oder Haar aufgetragen wird, um lokale Signalwege anzuregen — Kollagensynthese, antioxidative Abwehr, Reparatur oder Modulation der Muskelkontraktion — statt in den systemischen Kreislauf zu gelangen. Kosmetische topische Peptide fallen in vier funktionelle Klassen: Signalpeptide (z. B. Palmitoyl-Pentapeptid-4), Trägerpeptide (z. B. GHK-Cu), Enzyminhibitor-Peptide und Neurotransmitter-Inhibitor-Peptide (z. B. SNAP-8, Argireline) (Schagen, 2017, PMID: 29104573). Ihre Wirksamkeit hängt von der Absorption ab: Das Stratum corneum schließt die meisten Moleküle über ~500 Da aus (Bos & Meinardi, 2000, PMID: 11168751), sodass kleinere Peptide wie GHK-Cu (340 Da) leichter penetrieren als größere konjugierte Peptide, die auf Lipidschwänze oder penetrationsfördernde Vehikel angewiesen sind.
Verwandte Leitfäden: Topische Peptide (Pillar) · Wirken topische Peptide
Teil des Aevitas-Peptid-Glossars.