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TB-500 (synthetisches Thymosin Beta-4) — research-grade peptide monograph hero
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TB-500 (synthetisches Thymosin Beta-4)

TB-500 ist ein synthetisches Analogon von Thymosin Beta-4, einem intrazellulären 43-Aminosäuren-Protein, das die Aktinpolymerisation reguliert und so Zellmigration, Angiogenese und Gewebereparatur fördert. Untersucht für muskuloskelettale Regeneration, Herzreparatur und Wundheilung.

Monographie · tb-500RUO · 2026
Halbwertszeit
3.5 h
MG
4963.5
Reinheit
98.3%
Sequenz
LSDKPDMAEIEKFDKSKLKKTEREQGGHSPASAGNQQPILKPEAKPTQHEEDL

Wirkmechanismus

TB-500 ist eine synthetische Version von Thymosin Beta-4 (Tβ4), einem allgegenwärtigen intrazellulären 43-Aminosäuren-Protein, das G-Aktin-Monomere bindet und die Dynamik der Aktinpolymerisation reguliert. Indem es einen großen Pool unpolymerisierten Aktins aufrechterhält, ermöglicht Tβ4 einen raschen zytoskelettalen Umbau als Reaktion auf Wundsignale. Sein primärer Reparaturmechanismus ist die Förderung der Zellmigration: Tβ4 aktiviert ILK (Integrin-verknüpfte Kinase), die wiederum Akt/PKB und nachgeschaltete ERK1/2-Signalwege aktiviert, welche die Migration von Endothelzellen, Kardiomyozyten und Muskel-Satellitenzellen in Verletzungsstellen antreiben. Tβ4 reguliert zudem MMP-2 für den Umbau der extrazellulären Matrix hoch und fördert die Angiogenese über eine Aktivierung des VEGF-Wegs. Goldstein & Kleinman (2015, PMID: 25917514) fassen die Evidenz für kardiale, muskuloskelettale, korneale und neurologische Reparatur über mehrere Modellsysteme hinweg zusammen.

Was ist TB-500?

TB-500 ist ein synthetisches Analogon von Thymosin Beta-4 (Tβ4), einem allgegenwärtigen intrazellulären 43-Aminosäuren-Protein, das G-Aktin-Monomere bindet, um die zytoskelettale Dynamik zu regulieren und Zellmigration, Angiogenese und Gewebereparatur in kardialen, muskuloskelettalen, kornealen und neurologischen Verletzungsmodellen zu fördern. Thymosin Beta-4 wurde erstmals in den 1960er-Jahren aus Thymusgewebe isoliert, ist seither aber in praktisch allen kernhaltigen Zellen nachgewiesen worden, mit besonders hohen Konzentrationen in Thrombozyten und Wundflüssigkeit — passend zu seiner zentralen Rolle bei der Verletzungsreaktion. Goldstein & Kleinman (2015, PMID: 25917514) charakterisieren Tβ4 als eines der vielversprechendsten bislang identifizierten Gewebereparatur-Mittel, mit Evidenz über mehrere Organsysteme und Verletzungsarten hinweg.

Wirkmechanismus

Thymosin Beta-4 wirkt primär über Aktin-Sequestrierung. Indem es G-Aktin (unpolymerisierte Aktinmonomere) in einem 1:1-Komplex bindet, hält Tβ4 einen großen, rasch mobilisierbaren Aktinpool bereit, der für den zytoskelettalen Umbau verfügbar ist, sobald Zellen Migrations- oder Reparatursignale erhalten. Dies ermöglicht die rasche Bildung von Lamellipodien und Filopodien, die für die Zellmigration in Verletzungsstellen notwendig sind.

Über die Aktin-Sequestrierung hinaus aktiviert Tβ4 die Integrin-verknüpfte Kinase (ILK), die Akt/PKB- und ERK1/2-Signalwege antreibt — Wege, die für Zellüberleben, Proliferation und Migration zentral sind. Diese Signalkaskade ist in Endothelzellen, Kardiomyozyten, Muskel-Satellitenzellen und dermalen Fibroblasten dokumentiert.

Wichtige mechanistische Effekte:

  • G-Aktin-Sequestrierung — Hält einen mobilen Aktinpool für raschen zytoskelettalen Umbau bereit
  • ILK-Akt-ERK-Signalgebung — Fördert Zellüberleben und Migration in verletztem Gewebe
  • Angiogenese — VEGF-Weg-Hochregulation; dokumentierte endotheliale Gefäßbildung
  • MMP-2-Aktivierung — Umbau der extrazellulären Matrix zum Abräumen von Trümmern und zur Ermöglichung der Zellmigration
  • Kardiomyozyten-Schutz — Verringerte Apoptose und verbesserte Herzfunktion in Infarktmodellen
  • Aktivierung von Muskel-Satellitenzellen — Verbesserte Regeneration in Skelettmuskel-Verletzungsmodellen

Wichtige Forschung

Goldstein & Kleinman, 2015 (Acta Physiol., PMID: 25917514) — Umfassende Übersicht, die die Reparatureffekte von Tβ4 über kardiale, muskuloskelettale, Haut-, korneale und neurologische Modelle hinweg dokumentiert. Identifiziert ILK als zentralen Signalknoten und erörtert den Weg von Laborbefunden zum klinischen Interesse.

Bock-Marquette et al., 2004 (Nature, PMID: 15300239) — Zeigte, dass Tβ4 die kardiale Infarktgröße deutlich verringert und die Herzfunktion verbessert, wenn es nach einem Myokardinfarkt in Mausmodellen verabreicht wird, über Kardiomyozyten-Überleben und Gefäßbildung.

Goldstein et al., 2005 (Ann. N.Y. Acad. Sci., PMID: 15853759) — Zeigte, dass Tβ4 die korneale Reparatur, das Neuritenwachstum und die Haarfollikelentwicklung fördert, und belegte damit sein Multi-Gewebe-Reparaturprofil über das muskuloskelettale System hinaus.

Forschungsanwendungen

Forschende, die TB-500 untersuchen, betrachten typischerweise:

  • Muskuloskelettale Regeneration — Skelettmuskel-, Sehnen-, Bänder-Verletzungsmodelle
  • Kardiale Reparatur — Infarktgröße, Ejektionsfraktion in MI-Modellen
  • Korneale Heilung — Epithelverschluss in Hornhautwundmodellen
  • Aktindynamik — G-Aktin-Pool, Zellmigrationsraten in vitro
  • Neurologische Modelle — Neuritenwachstum, Marker der Neuroinflammation

Physikalische Eigenschaften

EigenschaftWert
SequenzLSDKPDMAEIEKFDKSKLKKTEREQGGHSPASAGNQQPILKPEAKPTQHEEDL (43 AS)
Molekulargewicht4.963,5 Da
Halbwertszeit~3–4 Stunden
Reinheit (Aevitas)≥98 % HPLC
Lagerung−20 °C, trocken; lyophilisiert 24+ Monate stabil
FormLyophilisiertes Pulver

Häufig gestellte Fragen

Wofür wird TB-500 in der Forschung verwendet? TB-500 wird vor allem für muskuloskelettale Regeneration, kardiale Reparatur, korneale Heilung und Aktin-vermittelte Zellmigration untersucht. Es wird häufig zusammen mit BPC-157 in Regenerations-Stacks erforscht, da ihre Mechanismen komplementär sind.

Welche Peptide eignen sich am besten für die Regenerationsforschung? BPC-157 und TB-500 sind die am besten untersuchten Regenerations-Peptide. TB-500 zielt auf Aktindynamik und Zellmigration; BPC-157 auf Angiogenese und Fibroblastenmigration. Gemeinsam decken sie komplementäre Phasen der Gewebereparatur ab.

Wie wirkt TB-500 bei der Gewebereparatur? TB-500 fördert die Reparatur, indem es einen mobilen G-Aktin-Pool für die Zellmigration bereithält und über ILK Akt/PKB- und ERK1/2-Signalwege aktiviert, die Zellüberleben und Migration in verletztes Gewebe antreiben. Es fördert zudem die Angiogenese über den VEGF-Weg.

Ist TB-500 bei Aevitas forschungsrein? Ja. TB-500 von Aevitas wird mit ≥98 % HPLC-Reinheit geliefert, verifiziert durch ein Drittlabor. Jede Charge wird mit einem nummerierten Analysezertifikat ausgeliefert. Nur zu Forschungszwecken — nicht zum menschlichen Verzehr.

Aevitas TB-500 — Forschungsqualität

Aevitas liefert TB-500 als lyophilisiertes Pulver mit ≥98 % HPLC-Reinheit, unabhängig durch ein Drittlabor verifiziert. Jede Charge wird mit ihrem Analysezertifikat ausgeliefert.

Nur zu Forschungszwecken — Nicht zum menschlichen Verzehr.

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